Leitbild

Leitbild der Waldorfvereinigung Schwerin

SELBSTVERSTÄNDNIS: Die Waldorfvereinigung Schwerin e. V. arbeitet auf der Grundlage der Waldorfpädagogik und des Menschenbildes Rudolf Steiners. Bei uns steht das Kind im Mittelpunkt, so dass wir die Erziehung konsequent an der kindlichen Entwicklung ausrichten. Staatlich gesetzte Unterrichtsziele, die sich an den wirtschaftlich ausgerichtete Ausbildungsanforderungen orientieren, führen zwangsläufig zu der Frage: „was braucht der Mensch zu wissen und zu können...?“ Wichtiger aber erscheint uns der Gesichtspunkt der individuellen Möglichkeiten eines jeden Kindes, der zu der Fragestellung hinführt: „was ist im Menschen veranlagt und was kann in ihm entwickelt werden...? (R. Steiner)

Da wir die Entwicklung der individuellen Anlagen eines jeden Kindes gleichberechtigt neben die Wissensvermittlung und die erfolgreichen Abschlüsse stellen, leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Persönlichkeitsbildung der Kinder und Jugendlichen. Eine umfassende Ausbildung der intellektuellen, handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten und nicht zuletzt soziale Kompetenz und Teamfähigkeit, die in unserer Arbeitswelt einen hohen Stellenwert besitzen, geben wir unseren Kindern und Jugendlichen mit auf den Weg.

Um den sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht zu werden, haben wir beschlossen, die seit 100 Jahren bewährte Praxis der Waldorfpädagogik in einen neuen, zeitgemäßen Rahmen zu stellen.  Deshalb entwickeln wir neben den altbewährten Waldorftraditionen: z. B. für die Schule das Klassenlehrerprinzip, Epochenunterricht, Handwerklich/ Künstlerischer Unterricht viele Bereiche des Schullebens weiter. So versuchen wir in unserem Denken, Handeln und Fühlen lebendig und geistesgegenwärtig zu bleiben.

Wir verstehen uns als Vereinigung, die sich mit vielen Projekten deutlich gegen menschenverachtende Ideologien ausspricht und deren Ziel es ist, die heranwachsenden Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu eigenständig denkenden und mitfühlenden Erwachsenen zu begleiten, die mit selbstbestimmtem Handeln, Fühlen und Denken die freiheitlichen Grundwerte unserer Gesellschaft achten und ein feines Gespür für Moral und Achtung der Menschenrechte verinnerlichen können. Nationalsozialistisches und anderes menschenverachtendes Gedankengut hat in der Schulgemeinschaft keinen Raum.

Um auch in Zukunft das Altbewährte mit den gegenwärtigen Notwendigkeiten und zukünftigen Impulsen in Einklang zu bringen, wollen wir einerseits im Kollegium und in der Gemeinschaft die Auseinandersetzung mit den waldorfpädagogischen geistigen Grundlagen verstärkt pflegen und andererseits in einen konstruktiven Dialog mit Kollegen, Eltern und Schülern treten und dafür die nötigen strukturellen Werkzeuge entwickeln.

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