Waldorfvereinigung Schwerin e.V.

Klassenstufen

Gemeinsam durch dick und dünn

Die Kinder und Jugendlichen bleiben zwölf Jahre als eine soziale Gemeinschaft
im selben Klassenverband mit ca. 26 Kindern. Hier gibt es keine Auslese, kein Sitzenbleiben, sondern individuelle Leistungsanforderungen.

Unter dem ganzheitlichen Erziehungsaspekt hat der Klassenlehrer die besondere Aufgabe, die Klasse die ersten sechs Jahre intensiv durch die Unterstufe zu begleiten. Unsere Mittelstufe mit den Klassen 7-9, wird von

einem Team mit 3-4 Klassenleitern geführt.

In der Oberstufe haben wir für die Klassen 10-12 ein Profilmodell eingeführt, welches den Schülern in einigen Fächern Wahlmöglichkeiten einräumt.

 

 

 

Unterstufe

 

Tafelbilder aus dem Unterricht

 

Die Unterstufe umfasst die Klassen 1-6. In dieser Zeit haben die Kinder immer den gleichen Klassenlehrer. Damit wird er zu einer wichtigen Figur in der Waldorfpädagogik, denn er unterrichtet die zentralen Fächer im Hauptunterricht. In den Klassen 1-3 sind das Schreiben und Lesen, Rechnen, Formenzeichnen und Sachkunde, später dann auch ab 4. Klasse Heimatkunde, Tier- und Pflanzenkunde, sowie ab 5. Klasse Geschichte und Geographie. Dadurch entsteht eine sehr enge Bindung an den Klassenlehrer. Wir sprechen auch von Beziehungspädagogik, denn in dieser Zeit lernen die Kinder in erster Linie für den Lehrer.

Um dem Bewegungsdrang  der kleinen Kinder zu entsprechen, haben wir das bewegte Klassenzimmer eingeführt, wobei viel im Kreis stattfindet, die Kinder der Klassen 1 und 2 eifrig balancieren, jonglieren, Seil springen, also rhythmisch arbeiten. Danach sind sie bereit für intellektuelle Anforderungen des Hauptunterrichtes, aber auch für zwei Fremdsprachen, die sie ab der 1. Klasse lernen.

 

 

 

 

Mittelstufe

 

Tafelbilder aus dem Unterricht

 

Im siebten Schuljahr bleibt die Klassengemeinschaft weiterhin zusammen, der Klassenlehrer wird jedoch durch den Klassenleiter abgelöst. Dieser unterrichtet nun nicht mehr alle Fächer des Hauptunterrichts um dem gestiegenen Anspruch an Fachlichkeit gerecht zu werden. Die Klassenleiter spezialisieren sich auf zwei bis drei Fächer unter Hinzuziehung der Fachlehrer.

Den besonderen Ansprüchen an Pädagogik in diesem Lebensalter begegnen wir durch einen hohen Praxisanteil in Fächern wie zum Beispiel Gartenbau, Handwerk und Handarbeit.

Die Schüler erhalten die Aufgabe sich um ihre Mitmenschen zu kümmern und einen sozialen Dienst zu verrichten. Der Höhepunkt des praktischen Handelns ist mit Sicherheit das Klassenspiel der achten Klasse, sowie das Ökologie-, bzw. Landwirtschaftspraktikum in der neunten Klasse. In Lernentwicklungsgesprächen wird das eigenständige Bemühen der Schüler um die Lerninhalte gestärkt. Eine besondere Herausforderung in diesem Alter!

 

 

 

 

Oberstufe

 

Der für die Klasse hauptsächlich verantwortliche Lehrer in der Oberstufe heißt „Klassenbetreuer“. Von den Schülern wird vermehrt Eigenständigkeit gefordert, auch in Bezug auf die Eigenverantwortung in der Sozialgestalt der Klasse.

Die Entwicklung der Urteilsfähigkeit der Schüler wird im Durchgang durch die Schuljahre wesentlich unterstützt durch verpflichtende Praktika. Das Landbaupraktikum aus Klasse 09 wird weitergeführt durch ein Vermessungspraktikum in Klasse 10 sowie ein Betriebs- oder Sozialpraktikum in Klasse 11. Den Abschluss dieser nebenunterrichtlichen Anstrengungen bildet das Klassenspiel in Klasse 12, in dem nicht nur schauspielerische, sondern auch soziale, organisatorische und technische Fähigkeiten den Schülern abgefordert werden.

Um die mit dem 10. Schuljahr gebotene Individualisierung der Schüler zu unterstützen, bieten wir ein Profilmodell an, in dem ca. ein Drittel des Unterrichtsumfangs im Sinne eines Wahlpflichtkonzepts vom Schüler frei wählbar ist. In Klasse 12 steht zudem die Vorbereitung auf die zentrale Mittlere-Reife-Prüfung im Vordergrund, in Klasse 13 die Vorbereitung auf das Zentral-Abitur.

Um zukünftige Abiturienten nicht erst im 13. Schuljahr an die Ansprüche des Abiturs heranzuführen, bieten wir in den Fächern Mathematik und Fremdsprachen ab der 11. Klasse Aufbaustunden an. Die an Waldorfschulen traditionelle Jahresarbeit, die es den Schülern erlaubt, sich im Zusammenhang über einen ausgedehnten Zeitraum hinweg intensiv mit einer selbst gewählten Aufgabenstellung zu befassen, findet bei uns ihren Platz im 10. Schuljahr. Zusammenfassend gesagt, heißt „Oberstufe“ an der Waldorfschule, neben einem ansteigenden intellektuellen und akademischen Anspruch, Wahlmöglichkeit im Sinne einer persönlichen Profilierung sowie Herausforderung der ganzen Persönlichkeit durch zu leistende Praktika bzw. Jahresarbeiten.

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